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Wie inklusiv ist unsere Stadt?

Ein Rundgespräch in der Sparkasse Wilhelmshaven, Theaterplatz 1 Mittwoch, 25. Juli 2018, 16:30-18 Uhr

Anlässlich der Ausstellung „Zwischen zwei Welten“ lädt die GPS Wilhelmshaven Sie ein, mit unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen über Fragen wie z.B.:

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit Ihrer Erfahrung und Ihren Ideen an dem Gespräch zu beteiligen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir erst im gemeinsamen Austausch anfangen zu verstehen, was „Inklusion“ bedeuten kann.

Herzlich willkommen!

Kontakt: GPS Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Christian Andrae, Tel. 04421 206-234, christian.andrae@gps-wilhelmshaven.de

Jetzt in der Sparkasse Wilhelmshaven

Die Ausstellung „Zwischen zwei Welten“ ist jetzt in der Sparkasse Wilhelmshaven am Theaterplatz zu sehen. Die Eröffnung ist am Freitag, 29. Juni 2018, um 14 Uhr.

Bei der Eröffnung spielt die Schulband der GPS Schule an der Deichbrücke. Es gibt eine Einführung in die Themen der Ausstellung. Es wirken Menschen mit, die an der Gestaltung der Ausstellung beteiligt waren. – Ergänzt wird die Ausstellung durch großformatige Bilder, die Schüler der „Schule an der Deichbrücke“ gemalt haben. Sie sind von außen im Kunstgang der Sparkasse zu sehen.

10 Studierende eines Materstudiengangs „Museum und Ausstellung“ haben aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der GPS Wilhelmshaven die Wanderausstellung „Zwischen zwei Welten“ entwickelt. Dafür haben sie sich selbst von Menschen mit Behinderungen inspirieren lassen.

In der Ausstellung gibt es beispielhafte Gegenstände, Fotos, Texte und Videos zu sehen, zu hören und zu berühren. Sie erzählen Geschichten zu den Themenfeldern Geschichte, Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit. Oftmals kommen Menschen mit Behinderungen selbst zu Wort. Alle Geschichten kreisen um die Frage, ob und wie eine gleichberechtigte Teilhabe an den Möglichkeiten, die unsere Gesellschaft bietet, gelingt.

Anlässlich der Ausstellung gibt es eine weitere Veranstaltung in der Sparkasse:

Mittwoch, 25. Juli 2018, 16:30 Uhr: Öffentliches Rundgespräch zum Thema

„Wilhelmshaven für alle – wie inklusiv ist unsere Stadt?“

Im Laufe von 50 Jahren hat sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Stadt vieles verbessert. Wir wollen mit Gesprächspartnern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Verkehr, Kultur und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern erkunden, wie weit wir gekommen sind, und welche Aufgaben noch vor uns liegen.

Kontakt: GPS Öffentlichkeitsarbeit, gpsinfo@gps-wilhelmshaven.de, Tel. 04421 206-234

Foto: Von Gerd Fahrenhorst – Eigenes Werk, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53382759

Zu Besuch beim Gründer der GPS

An einem warmen Augusttag machen wir uns auf den Weg nach Ratzeburg, einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Denn heute führen wir für Zwischen Zwei Welten. Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen ein Interview mit dem Gründer der GPS, Gerhard Haack, und seiner Lebensgefährtin, Heidrun Voß. Das Interviewteam für die Ausstellung besteht aus Joana, der Medienpädagogin der […]

An einem warmen Augusttag machen wir uns auf den Weg nach Ratzeburg, einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Denn heute führen wir für Zwischen Zwei Welten. Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen ein Interview mit dem Gründer der GPS, Gerhard Haack, und seiner Lebensgefährtin, Heidrun Voß. Das Interviewteam für die Ausstellung besteht aus Joana, der Medienpädagogin der GPS, Christina, Kathi und mir. In vielen Ausstellungen kommen vor allem die Ausstellungsmacher*innen zu Wort. Unser Anspruch ist es, Menschen mit und ohne Behinderungen für sich selbst sprechen zu lassen. Wir wollen mit ihnen reden, anstatt über sie. Aus diesem Grund produzieren wir viele interessante Interviews. Diese werdet ihr euch dann in der Ausstellung auf Medienstationen anschauen können.

Gerhard Haack, Heidrun Voß und Palle, ihr aufgeweckter Hund, begrüßen uns erst einmal herzlich mit ausgiebig Kaffee, Tee und leckeren Keksen. Danach bauen wir das Set für das Interview auf. Gar nicht so einfach, den optimalen Kameraausschnitt und einen passenden Hintergrund zu finden sowie das gesamte Equipment aufzubauen. Aber dann kann es losgehen, ich spreche zuerst mit Herrn Haack und bin etwas nervös.

Er hat viel aus der Gründungszeit der GPS zu erzählen, alle hören gespannt zu. Vieles wird mir erst durch das Gespräch bewusst. Vor allem wie schlecht die Versorgung für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, noch in den sechziger Jahren war oder dass die Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie noch lange spürbar waren. Während des Interviews liest Gerhard Haack aus einem Rechenbuch aus den dreißiger Jahren vor. Die Rechenaufgabe besteht darin auszurechnen, inwieweit Menschen mit Beeinträchtigungen dem Staat zur Last fallen würden. Die Menschen werden in dem Buch als „Schwachsinnige“ bezeichnet. Diese diskriminierende und diffamierende Rechenaufgabe verdeutlicht nicht nur den Rassenwahn der Nationalsozialist*innen, sondern auch, dass die Indoktrination damals bereits im Kindesalter beginnt.

Die Worte wirkten nachhaltig auf mich und ich beginne mich später in die Thematik einzulesen. Gemäß der nationalsozialistischen Ideologie stellen Menschen mit Beeinträchtigungen eine vermeintliche „Bedrohung für die Reinheit der arischen Rasse“ dar. Bereits 1933 tritt ein Gesetz zur zwangsweisen Sterilisation von „erbkranken“ Personen in Kraft. Der Wahn gipfelt 1942 bei der sogenannten Wannseekonferenz, als Adolf Hitler die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen veranlasst. Ein schreckliches Kapitel der deutschen Geschichte, das nie vergessen werden darf und an das immer wieder erinnert werden muss, damit solche Gräueltaten nie wieder geschehen.

Bevor wir den Heimweg antreten, unterhalten wir uns alle noch bei einem Spaziergang um den idyllischen Ratzeburger-See.

Wir danken Gerhard Haack und Heidrun Voß aus ganzem Herzen für ihre Gastfreundschaft und die Gespräche.

Falls ihr euch tiefer mit diesem Thema auseinandersetzen möchtet, kommt in die Ausstellung und informiert euch! Im Bereich Geschichte gibt es das Interview zu sehen und auch das originale Schulbuch aus dem Nordwestdeutschen Schulmuseum in Zetel, in dem die genannte Rechenaufgabe nachgelesen werden kann.

 

Viele Grüße und wir sehen uns in der Ausstellung,

Nina

Testfahrt Barrierefreiheit?

Am Freitag, den 09. Februar, erreichen Eileen, Felix und ich das Schlossmuseum in Jever bei schönsten Sonnenstrahlen. Heute genießen wir aber nicht das frühlingshafte Wetter in dem idyllischen Landschaftsgarten des Schlosses, sondern prüfen die Räumlichkeiten, in der „Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen“ stattfinden wird, auf ihre Barrierefreiheit. Dafür ist Dominik […]

Am Freitag, den 09. Februar, erreichen Eileen, Felix und ich das Schlossmuseum in Jever bei schönsten Sonnenstrahlen. Heute genießen wir aber nicht das frühlingshafte Wetter in dem idyllischen Landschaftsgarten des Schlosses, sondern prüfen die Räumlichkeiten, in der „Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen“ stattfinden wird, auf ihre Barrierefreiheit. Dafür ist Dominik – unser Testfahrer – extra aus Wilhelmshaven angereist. Er möchte prüfen, ob er mit seinem Rollstuhl durch die schmalen Gänge und Türen des Schlosses passt.

Wie sieht es denn eigentlich mit der Barrierefreiheit im Schlossmuseum Jever aus? Immerhin hat es ein stolzes Alter. Es geht auf eine ehemalige Wehranlage des 14. Jahrhunderts zurück. Im Verlauf der Jahrhunderte hat es sich natürlich öfter verändert und Vieles, was wir heute im Schloss sehen und erleben, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals hat unter anderem Großherzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg das Schloss und auch die Gartenanlage nach seinem Geschmack umbauen lassen.

So ein altes Schloss steht natürlich unter Denkmalschutz, damit aber auch Menschen im Rollstuhl die Chance haben, ins Museum zu kommen, wurden Rampen eingebaut und ins Obergeschoss fährt heute ein kleiner Fahrstuhl. Dominik ist jung und sportlich; auch wenn es an einigen Stellen sehr eng wird, lenkt er seinen Rollstuhl geschickt durch die engen Räume und Türen. Menschen mit elektrischen Rollstühlen werden leider nicht durch alle Türen passen.

Allerdings ist das Kopfsteinpflaster auf dem Hof vor dem Schloss sehr uneben, es ruckelt ganz schön als Dominik darüber fährt. Besser man nutzt den ebenmäßig gepflasterten Weg um das Kopfsteinpflaster herum und fährt dann über eine Rampe ins Schloss.

Insgesamt würden wir sagen, dass das schöne, betagte Schloss leider nicht gänzlich barrierefrei ist. An die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen haben die Schlossdamen- und Herren der letzten Jahrhunderte wahrscheinlich noch nicht gedacht. Nach dem Ende der Testfahrt gönnen wir uns leckeren Kaffee & Kuchen in der Schlosskäserei. Wir sprechen darüber, dass zwar nicht von BarriereFREIHEIT gesprochen werden kann – denn das Schloss hat nun mal Barrieren – aber es könnte als barrierearm bezeichnet werden.

Viele Grüße und bis zur Ausstellungseröffnung,

Nina

Voll in Fahrt

Montag, 15. Januar 2018. In diesem Moment ist das Jahr noch jung und dynamisch, genau wie wir. Früh morgens machen sich Felix, Laura, Kathi und ich vom Team Objekte auf nach Wilhelmshaven. Unsere Mission? Die Exponate für die Ausstellung Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen einsammeln und das Lager in der GPS-Verwaltung in […]

Montag, 15. Januar 2018. In diesem Moment ist das Jahr noch jung und dynamisch, genau wie wir. Früh morgens machen sich Felix, Laura, Kathi und ich vom Team Objekte auf nach Wilhelmshaven. Unsere Mission? Die Exponate für die Ausstellung Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen einsammeln und das Lager in der GPS-Verwaltung in Wilhelmshaven einrichten. Als wir ankommen, ist die Stimmung gut. Wir sind motiviert.

Nach einem kurzen Meeting bekommen wir die Schlüssel des GPS-Bullis überreicht. „Es ist nicht das neueste Modell“, werden wir vorgewarnt. Ich werde als Fahrerin auserkoren, dann geht es auch schon los.

Auf dem Parkplatz suchen wir nach unserem Gefährt. Ein Blick nach rechts reicht und wir sind uns einig. Das muss er sein. Der Anblick ist alles andere als schön. Zerbeultes Metall, Rost, zerrissene und abgenutzte Polster. „Nicht das neueste Modell“ war tatsächlich noch ein Kompliment. Das Schloss klemmt natürlich auch. Der Schlüssel will nicht passen. Das fängt ja gut an. Die Tür bleibt verschlossen. Endlich kommt uns in den Sinn, dass dieses Ding womöglich doch nicht unser Bulli sein könnte. Ein Blick auf die Motorhaube verschafft uns Gewissheit. Heute fahren wir nicht in dieser Sternenklasse – zum Glück.

Der nächste Bulli, der uns in Auge fällt, wirkt deutlich vertrauenserweckender. Das blaue Logo der GPS strahlt uns entgegen. Wie konnten wir uns überhaupt so irren? Der Schlüssel passt. Wir schnallen uns an und los geht die Fahrt.

Erster Halt ist die Filmerei in Wilhelmshaven. Unser Cutter Heiko wartet auf die Festplatte mit den Interview-Videos, damit er die Filmbeiträge für die Ausstellung schneiden kann. Wir haben heute einen straffen Zeitplan, deshalb geht es zügig weiter. Ich fahre Richtung Roffhausen. Unser Ziel ist das Technologie Centrum West. Dort befindet sich das Olympia-Firmenmuseum. Wer kennt sie nicht, die charismatischen Schreibmaschinen des einstigen Traditionsunternehmens? Olympia war das erste Unternehmen aus der freien Wirtschaft, das Aufträge an die GPS vergeben hat. Eine Schreibmaschine darf in unserer Ausstellung deshalb nicht fehlen, wie wir finden. Das Exponat wird eingeladen und weiter geht´s. Wir fahren nach Jever und besuchen das dortige Heilpädagogische Zentrum der GPS, danach die GPS-Werkstatt und außerdem eine Wohngemeinschaft. Viel Zeit zum Plaudern bleibt uns nicht. Dafür füllt sich die Ladefläche unseres Bullis mehr und mehr.

Es ist inzwischen Mittag, aber zum Ausruhen bleibt keine Zeit. Den nächsten Termin haben wir im Berufsbildungsbereich der GPS in Wilhelmshaven. Die Einrichtung befindet sich auf dem Gelände der dortigen GPS-Werkstatt. Es ist gerade Pause und in der Kantine herrscht ein munteres Treiben. Im Anschluss besuchen wir Jan-Patrick in der Gärtnerei. Er überreicht uns stolz ein T-Shirt seiner Kampagne Hand in Hand gegen Gewalt und Intoleranz.

Wir liegen gut in der Zeit. Ich steuere den Gulfhof in Wilhelmshaven an. Mit Belustigung stellen wir fest, dass nicht nur die GPS in diesem Jahr die 50 knackt, sondern auch Kay, der Leiter der Wohnstätte. Herzlichen Glückwunsch! Die Schule an der Deichbrücke ist unsere letzte Station. Danach geht es zurück zur GPS-Verwaltung in Wilhelmshaven.

Alles hat ziemlich reibungslos geklappt. Fürs Erste sind wir stolz und zufrieden und gönnen uns eine verspätete Mittagspause.

Das Depot einzurichten ist für uns die leichteste Aufgabe an diesem Tag. Wir sind ja auch Profis. Die Exponate werden sorgfältig ausgemessen, in den Regalen verstaut und beschriftet. Jetzt hat alles seine Ordnung. Hervorragend!

Am Abend sind wir zwar immer noch jung, aber nicht mehr so dynamisch. Für heute lassen wir Wilhelmshaven hinter uns. Wir sind einer Meinung – das war ein guter Tag!

Bis zum nächsten Mal

Maja

On Air: Zu Besuch bei der Radio-Show Die Welt der MMB’s

Donnerstag, 9. November 2017. Laura, Nina und mir steht ein aufregender Tag bevor: unser erster Live-Auftritt im Radio! Regelmäßig gibt es vom inklusiven Radioprojekt Die Welt der MMB’s was auf die Ohren – im Bürgerfunk von Radio Jade. MMB ist eine Abkürzung für Mensch mit Behinderung. Die Radioshow wird gemeinsam von Menschen mit und ohne […]

Donnerstag, 9. November 2017. Laura, Nina und mir steht ein aufregender Tag bevor: unser erster Live-Auftritt im Radio!

Regelmäßig gibt es vom inklusiven Radioprojekt Die Welt der MMB’s was auf die Ohren – im Bürgerfunk von Radio Jade. MMB ist eine Abkürzung für Mensch mit Behinderung. Die Radioshow wird gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderungen produziert. Heute wird eine ganz besondere Sendung ausgestrahlt, denn das Projekt feiert seinen 3. Geburtstag. Und wir haben die große Ehre, als Gäste dabei zu sein und unsere Ausstellung den Zuhörer*innen vorzustellen.

Das Aufnahmestudio von Radio Jade ist ziemlich beeindruckend. Die Wände sind über und über mit Noppenschaumstoff bedeckt und überall stehen technische Geräte, deren Funktion ich nur erahnen kann. Langsam werde ich ganz schön nervös. Hoffentlich verspreche ich mich nicht und kann alle Interviewfragen souverän beantworten. Das Radioteam hingegen wirkt cool, sie sind alte Hasen im Showgeschäft.

Nach etwa einer Stunde Wartezeit ist es so weit, unser großer Auftritt. Zum Glück gabs nur einen klitzekleinen Versprecher – so ist das halt bei Livesendungen. Im Anschluss lassen wir den Abend gemeinsam mit der Radio-Crew in einem Wilhelmshavener Restaurant ausklingen. Dabei unterhalten wir uns so gut, dass wir fast den Zug nach Hause verpassen. Trotz voller Bäuche sprinten wir zum Bahnhof und erwischen den Zug in letzter Sekunde. Was für ein Tag!

Tipp: Hier gibt es ein tolles Video von Die Welt der MMB’s zu sehen.

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