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Testfahrt Barrierefreiheit?

Am Freitag, den 09. Februar, erreichen Eileen, Felix und ich das Schlossmuseum in Jever bei schönsten Sonnenstrahlen. Heute genießen wir aber nicht das frühlingshafte Wetter in dem idyllischen Landschaftsgarten des Schlosses, sondern prüfen die Räumlichkeiten, in der „Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen“ stattfinden wird, auf ihre Barrierefreiheit. Dafür ist Dominik […]

Am Freitag, den 09. Februar, erreichen Eileen, Felix und ich das Schlossmuseum in Jever bei schönsten Sonnenstrahlen. Heute genießen wir aber nicht das frühlingshafte Wetter in dem idyllischen Landschaftsgarten des Schlosses, sondern prüfen die Räumlichkeiten, in der „Zwischen zwei Welten – Menschen mit und ohne Behinderungen erzählen“ stattfinden wird, auf ihre Barrierefreiheit. Dafür ist Dominik – unser Testfahrer – extra aus Wilhelmshaven angereist. Er möchte prüfen, ob er mit seinem Rollstuhl durch die schmalen Gänge und Türen des Schlosses passt.

Wie sieht es denn eigentlich mit der Barrierefreiheit im Schlossmuseum Jever aus? Immerhin hat es ein stolzes Alter. Es geht auf eine ehemalige Wehranlage des 14. Jahrhunderts zurück. Im Verlauf der Jahrhunderte hat es sich natürlich öfter verändert und Vieles, was wir heute im Schloss sehen und erleben, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals hat unter anderem Großherzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg das Schloss und auch die Gartenanlage nach seinem Geschmack umbauen lassen.

So ein altes Schloss steht natürlich unter Denkmalschutz, damit aber auch Menschen im Rollstuhl die Chance haben, ins Museum zu kommen, wurden Rampen eingebaut und ins Obergeschoss fährt heute ein kleiner Fahrstuhl. Dominik ist jung und sportlich; auch wenn es an einigen Stellen sehr eng wird, lenkt er seinen Rollstuhl geschickt durch die engen Räume und Türen. Menschen mit elektrischen Rollstühlen werden leider nicht durch alle Türen passen.

Allerdings ist das Kopfsteinpflaster auf dem Hof vor dem Schloss sehr uneben, es ruckelt ganz schön als Dominik darüber fährt. Besser man nutzt den ebenmäßig gepflasterten Weg um das Kopfsteinpflaster herum und fährt dann über eine Rampe ins Schloss.

Insgesamt würden wir sagen, dass das schöne, betagte Schloss leider nicht gänzlich barrierefrei ist. An die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen haben die Schlossdamen- und Herren der letzten Jahrhunderte wahrscheinlich noch nicht gedacht. Nach dem Ende der Testfahrt gönnen wir uns leckeren Kaffee & Kuchen in der Schlosskäserei. Wir sprechen darüber, dass zwar nicht von BarriereFREIHEIT gesprochen werden kann – denn das Schloss hat nun mal Barrieren – aber es könnte als barrierearm bezeichnet werden.

Viele Grüße und bis zur Ausstellungseröffnung,

Nina

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