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Immer noch zwei Welten ?

„Für die ganze Bundesrepublik  ist die neue Gesellschaft (=die GPS) in Wilhelmshaven einmalig, weil hier im ehemaligen Werftkrankenhaus zusammen mit der neuen beschützenden Werkstatt am Banter Weg so viele Einrichtungen vorhanden sind wie in keiner anderen Stadt.“

Das schrieb die Wilhelmshavener Zeitung am 9. Mai 1968, am Tag nach der Gründung der GPS. Mit den vielen Einrichtungen waren gemeint: Eine Tagesstätte für 30 behinderte Kinder, ein Wohnheim für 30 Erwachsene, eine Beschützende Werkstatt mit 65 Plätzen in Wilhelmshaven und eine weitere Werkstatt mit 50 Plätzen in Jeringhave.

Im Vergleich zu heute ist dieses Angebot recht übersichtlich. Nicht nur Schulen, Wohneinrichtungen und Werkstätten findet man heute in fast jeder Stadt und fast jedem Landkreis in Deutschland. Im Laufe der Jahrzehnte sind viele andere Angebote zur Unterstützung und Förderung von Menschen mit Behinderungen hinzugekommen.

Was war das Neue vor 50 Jahren? Menschen mit Behinderungen wurden endlich als eigenständige Menschen mit ihren Bedürfnissen ernst genommen. Vorher waren ihre Lebenswege weitgehend von anderen bestimmt. Entweder sie blieben ein Leben lang mehr oder weniger unmündig in ihren Familien. Oder sie wurden in einer der großen Anstalten, oft weit weg von ihren Heimatorten, „untergebracht“. 

Jetzt durften die Kinder vor Ort etwas lernen. Erstmals in der Geschichte wurde anerkannt, dass sie „bildbar“ sind. Die Erwachsenen durften einer Arbeit nachgehen. In den „Beschützenden Werkstätten“ konnten sie ihre Talente entwickeln und mit „echter“ Arbeit einen Beitrag zur Welt der Wirtschaft leisten. Und in den kleinen Wohnstätten und Wohngruppen konnten sie sich erleben als Menschen, die ein hohes Maß an Selbstständigkeit bei der Gestaltung des Alltags und der Freizeit erreichen.

Die Ausstellung „Zwischen zwei Welten“ beleuchtet diese Entwicklung aus der Sicht der Menschen mit Behinderungen. Sie zeigen und erzählen, wie sie heute ihr Leben gestalten. Sie sagen, wie sie leben möchten. Und sie sagen, was sie dabei behindert.

„Normalisierung“ sagte man vor 50 Jahren. „Inklusion“ ist das Leitwort in unserer Zeit. Es geht darum, dass aus getrennten Welten eine gemeinsame Welt wird. Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Arbeit dazu beitragen.

Rainer Links – Vorsitzender der Gesellschaftsversammlung

Jürgen Hoffmann – Geschäftsführer der GPS

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